Die ökologische Slipeinlage aus Österreich
Die ökologische Slipeinlage aus Österreich

Auf Wollken durch die Krise

Auf Wollken durch die Krise
17. Juni 2020 Sabine Fallmann-Hauser

Was für ein Jahr! 2020 kann man eigentlich genauso wie es gestartet hat in die Tonne kippen oder doch nicht? Viele Unternehmen haben sehr unter COVID19 gelitten. Andere haben die Zeit genutzt und einfach mal aufgeräumt. So auch Meine Wollke. Wir haben uns in dieser Zeit weiterentwickelt. Wir haben Dinge erledigt, die schon lange auf unserer Agenda gestanden sind und das Wichtigste, wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Mit diesem Interview schließen wir das erste Halbjahr und widmen uns wieder unseren geliebten Slipeinlagen.

Sabine, wie hast du dich gefühlt als du realisiert hast was gerade passiert?
Es war gruselig. Alles ging so schnell, weil man zu Beginn nicht ganz realisiert hat was gerade passiert. Ab dem Lockdown sind die Informationen im Sekundentakt eingetrudelt, das war etwas überfordernd. Als Unternehmerin hieß das für mich, schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich habe in erster Linie meine Mitarbeiterinnen darüber informiert was die Szenarien sein können und mit ihnen ganz offen gesprochen was hier auf uns zukommen kann. In den ersten zwei Wochen war ich dann alleine im Office und danach im Schichtdienst mit meinen Wollkenfeen.

Hattest du Existenzängste als du vom Lockdown gehört hast?
Existenzängste hatte ich ehrlich gesagt keine. Natürlich fragt man sich wie lange das ganze dauert und wie man es schafft, aber ich sehe mich da eher wie eine Bäuerin. Bricht die eine Ernte weg, sucht man sich eine Alternative und arbeitet an dem was übrig bleibt intensiver.
Wir haben zum Glück die Jahre davor eine tolle Basis mit der Wollke aufgebaut, gute Marketingarbeit geleistet und das Produkt hat absolut den Puls der Zeit getroffen. Man hat auch gesehen, wie wichtig eine Online-Präsenz ist.
Mein zweites Standbein die Sexualpädagogik war natürlich ein Totalausfall, dadurch hatte ich auf der anderen Seite aber auch mehr Zeit für die Wollke.

Wie hast du die Zeit für dein Unternehmen nutzen können?
Es war herrlich, nicht um 6 Uhr aufstehen zu müssen und zum ersten Termin zu hetzen. Ich konnte entspannt um 8 oder 9 Uhr ins Büro gehen, erstmal einen Kaffee trinken und dann gemütlich in meinen Arbeitstag starten. Kein Terminstress, keine langen Autofahrten, ziemlich entschleunigend um ehrlich zu sein.

Welche Entwicklung hat Meine Wollke durch COVID19 gemacht?
Huch. Meine Wollke hat sich traumhaft entwickelt. Man hat gesehen wie wichtig es ist in Österreich zu produzieren. Wir haben dadurch einen enormen Vorteil gehabt, als die Grenzen geschlossen wurden.

Was hast du aus der Krise für dich selbst mitgenommen?
Bleib bei deiner Haltung und deinen Werten. Wir haben uns komplett richtig entschieden, als wir uns gegen eine ausländische Produktion oder Vertriebswege wie Amazon und Co. entschieden haben. Es hat sich auch gezeigt, dass ich in Zukunft der Wollke noch mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.

Sollte so etwas erneut passieren, was würdest du anders machen?
Puh, schwer zu sagen. Die nächste Krise kommt hoffentlich nicht so bald. Sollte dennoch irgendwann wieder eine Situation wie diese auftauchen, dann werde ich diese hoffentlich durch die Erfahrungen mit mehr Gelassenheit begegnen.

Wir widmen uns nun wieder unseren Slipeinlagen und freuen uns schon auf alles was noch kommt!